Die Bedeutung der Poomsae
Für viele Taekwondoin werden die Bewegungsformen nur als notwendiges Übel zur Bestehung einer Prüfung angesehen. Sie lehnen die Formen oft ab, weil ihnen der Sinn für die Poomse-Bewegungsabläufe fehlt. Um die Bedeutung der Poomse zu verstehen, muss man sich ins Bewußtsein rufen, weshalb sie überhaupt entstanden sind. Zunächst einmal wurden sie geschaffen, damit man die Techniken erlernen konnte. Außerdem waren sie sinnvolle Übungen, wobei man sich nicht dauernd verletzte, da weder Schutzbekleidung noch der kontaktlose Kampf bekannt waren. Diejenigen Taekwondoin, die einer Poomse nichts abgewinnen können und in ihr nur einen starren Ablauf von verschiedenen Techniken sehen, sollten eines nicht vergessen:
Eine Poomsae stellt einen Kampf dar!!
Dabei handelt es sich eben um einen Kampf gegen einen oder mehrere Gegner. Und diese Tatsache sollte man sich beim Üben einer Form immer vor Augen halten. Weiters sollte man auch wissen, dass der Gruß am Beginn und am Ende einer Poomse nicht etwa den Prüfern, den Punkterichtern oder den Zuschauern gilt, sondern den imaginären Gegnern des Ausführenden.
Wichtige Kriterien beim Ausführen einer Poomsae
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geistige Konzentration
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überzeugendes Auftreten
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Genauigkeit der Stellungen und Bewegungen
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Genauigkeit der Bewegungsrichtung
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aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Spannung und Entspannung des Körpers
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dynamische Kraftentwicklung
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richtige Dosierung der Kraft
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Geschwindigkeit der einzelnen Techniken
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Flüssigkeit der Handlungsgefüge
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Rhythmus des Gesamtablaufes
Die Taekwondo Schülerformen – Die Taeguks
Die ersten acht Poomsen, die sog. Schülergrade, sind die Taeguk-Formen. Sie werden durch acht Symbole gekennzeichnet, die in alter Zeit Symbole der Macht und Göttlichkeit waren der (Kwaes). Vier dieser Symbole sind in der Nationalflagge von Südkorea enthalten.
„Tae“ steht dabei für Größe und „Guk“ für die Ewigkeit als der Ursprung allen Seins. Die acht Symbole der Bewegungsdiagramme entstammen dem „I-Ging“, dem chinesischen Orakel und Buch der Weissagungen, einem der ältesten philosophischen Werke Asiens.
Diese Trigramme bestehen aus drei Balken, die jeweils verschiedenartig kombiniert sind.
Die Taekwondo-Taeguks werden von allen Schülern bis zum schwarzen Gürtel gelernt und bei der Erreichung des nächsthöheren Gürtelgrades im WTF-System geprüft.
Bei der Entwicklung der Taeguk-Poomsae wurden Naturelemente, naturverbundene Symbole oder Zeichen aus dem Buddhismus als philosophische Basis für die Formen und deren Bewegungen gewählt.
Auf den nachfolgenden Seiten werden die Schritt-Diagramme und die philosophische Bedeutung der Taekwondo-Schülerformen näher dargestellt.

Die Taekwondo Poomsae Meisterformen für die Meistergrade
Während die Taeguk-Formen für die Kup-Grade den Naturelementen gewidmet sind (Erde,Wasser,Himmel,Berg,Feuer,Donner,Wind), weisen die Taekwondo-Poomse-Meisterformen für höhere Dan-Grade ab 2. Schwarzgurt (Black Belt Meistergrade) auf konkrete Dinge und Ereignisse hin.
Jeder Form ist ein bestimmtes Schrittdiagramm und Symbol zugeordnet. Bei den acht Schülerformen der Taeguks sind das die acht Zeichen der Macht. Für die Meister-Poomse im Taekwondo wurden verschiedene andere asiatische Symbole gewählt, deren Bedeutung im folgenden erläutert wird.
Poomse bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie Bewegungsform. Die WTF-Poomse aus Korea ist das bevorzugte Tkd-Formensystem für die WM und im Regelwerk der DTU.



